Satourday

Jeden letzten Samstag im Monat haben einige Museen in Frankfurt freien Eintritt. Darunter auch das MMK.

Aktuell ist die Ausstellung, sowohl im MMK selbst, mit Subodh Gupta, als auch wenige Meter weiter mit Dayanita Singh, sehr indisch angehaucht, was mir sehr gefallen hat.

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drei Monate #timelapseFFM – Zwischenbilanz

Wow. Es ist gerade mal drei Monate her, dass ich mit meinem Projekt #timelapseFFM losgelegt habe. Am 19. August kam meine komplett neue Ausstattung an.



Gekauft hatte ich mir die folgende Ausrüstung:

Wie kam ich dazu mich für eine Sony Alpha 55 zu entscheiden? Die Kamera hatte für mich einen deutlichen Vorteil: Sie hat einen teildurchlässigen Spiegel. Das heißt, der Spiegel muss bei den Aufnahmen nicht mehr -wie bei Spiegelreflexkameras üblich- hochklappen. Ich erhoffe mir halt, dass der Wegfall dieses mechanischen Elements bei der Anzahl der Aufnahmen die Lebensdauer der Kamera etwas verlängert.

Am 20. August hatte ich dann schon mit den ersten Versuchen einer Zeitraffer begonnen. Ich saß mit Freunden zusammen und wir haben uns ein leckeres Schokofondue gegönnt. Raus gekommen ist dann mein erstes Zeitraffer-Video:

Ab dem Zeitpunkt bin ich nur noch unterwegs gewesen. Los ging es an einem typischen Ort: Das Mainufer auf der Sachsenhäuser Seite mit Blick auf dem Main und die Skyline.

Bei den ersten Aufnahmen stieß ich schon auf die ersten Probleme.

Ich konnte noch nicht abschätzen, für wie viel Aufnahmen ein Akku ausreichen würde. Außerdem ist die Sony Alpha 55 bekannt dafür, dass die Akkuleistungen leider nicht so toll sind.

Im Familien- und Freundeskreis bin ich anfangs auf etwas Unverständnis gestoßen. “Wie kann man nur zig Stunden in der Gegend  rum stehen und Fotos machen?”.

Ich bin auch sehr oft während der Aufnahmen am grübeln gewesen, ob es dann wirklich Sinn macht. Wenn es dann auch noch in die Nacht hinein ging und es langsam kalt wurde, oder aber die Szenen einfach überhaupt nichts her gegeben haben, hätte ich manchmal am Liebsten meine Sachen gepackt und wäre gegangen. Bin ich aber sehr oft nicht. Was sich dann auch als sehr gute Entscheidung raus stellte. Von den Videos war ich bis auf wenige Ausnahmen bisher immer wahnsinnig begeistert.

Aufgemuntert haben mich auch immer wieder die netten, inspirierenden Gespräche. Die Leute waren bei den Aufnahmen schon immer sehr interessiert an dem, was ich da mache.

Einer der coolsten Momente war wohl der, als ich eines abends an der Emserbrücke stand, was ich per Twitter und Facebook geschrieben hatte und ein wenig später stand der Roberto von stadtkindffm.wordpress.com vor mir und hatte vier Bier im Gepäck.

Vor meinem ersten Video hatte ich immer wieder kurze Sneak Peeks online gestellt. Dabei handelte es sich meist nur um die jeweilige Location, die ich am Vortag aufgesucht hatte. Das Interesse daran war schon recht groß.

So langsam musste ich mir dann Gedanken um ein richtiges Video, aus verschiedenen Szenen, mit Musik unterlegt, Gedanken machen. Von Fotobearbeitung und vor allem von Videobearbeitung hatte ich vorab überhaupt keine Ahnung. Ich habe mich einfach an die verschiedenen Programme ran gesetzt und ein wenig “rumprobiert”. An dem ersten Video, welches Anfang September veröffentlicht wurde, saß ich ewig. Mein erstes Problem war schon die Musik. Ich wollte mit Creative-Commons-Musik loslegen und was klassisches sollte es werden. Gefunden habe ich dann den Song “Sunset” von Evgeny Grinko – einem Musiker aus Russland. Um diesen Song herum hab ich dann das Video aus den einzelnen Szenen gebastelt. Für die Erstellung des ersten Videos gingen gut dreißig Stunden nur für die Video-Bearbeitung drauf, bis ich zufrieden gewesen bin. Es war nicht perfekt und ich hätte sicher noch weitere Stunden dran sitzen können, aber irgend wann muss man einfach einen Schlussstrich ziehen.

An einem Sonntag ging das Video dann endlich online. Ich hatte das Video per Twitter und Facebook veröffentlicht. Es gab ein paar Retweets und ein paar meiner Freunde auf Facebook teilten das Video. Wenige Stunden später, nach am selben Abend stand das Video dann schon auf der Facebook-Seite von mainfrankfurt. Dort gab es dann relativ schnell zweihundert Likes für mein Video. Unvorstellbar für mich. Damit hätte ich nicht gerechnet. In der ersten Woche hatte das Video dann relativ schnell 1.500 Views auf Facebook. Zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass in der ersten Version ein Rechtschreibfehler enthalten gewesen ist. Den konnte ich so nicht stehen lassen und löschte die erste Version des Videos. Ich hatte das Video nach der Erstellung sicher zwanzig mal, oder mehr angeschaut, aber der Fehler fiel mir einfach nicht auf. Erst ein User auf Youtube hatte den Fehler entdeckt.

Am 9. September stellt die Stadt Frankfurt dann auf Ihrer Facebook-Seite online. Ab da lag mein Smartphone nicht mehr still. Ich bekam unheimlich viel Feedback und die 500 Likes haben mich schwer beeindruckt. Mit solch einer schnellen Verbreitung hatte ich nicht gerechnet. Ab dem Zeitpunkt hatte ich dann auch keinerlei Überblick mehr darüber, wie sich das Video verbreitete.

Ich entschloss mich dann daher, eine Facebook-Fanpage zu erstellen um darüber alles laufen zu lassen.

Alipasha, einer der Organisatoren des Webmontag Frankfurt kam dann auf mich zu und meinte, ich sollte doch mal einen Vortrag über mein Projekt halten. Äh. Nein?! Na gut, ich habe es doch gemacht.

Am 17. Oktober hielt ich dann also meinen Vortrag bei Webmontag. Da ich das Publikum ein wenig unterhalten wollte, hatte ich auch mein neues Video im Gepäck. Es war ein wahnsinniges Erlebnis, live mitzuerleben, wie die Reaktionen auf die Videos gewesen sind.

Leider gab es auch immer wieder Probleme bei den Aufnahmen. Von Wacklern, die man natürlich erst zu Hause auf dem Video sah, bis nicht mehr vorhandener Festplattenspeicher und Akkus, die kurz vor dem Höhepunkt des abends, ein Feuerwerk, den Geist aufgaben. Höhepunkt war dann aber mein Besuch im Polizeirevier.

Durch den TEDxSalonFrankfurt, bei dem ich rein als Zuhörer teilgenommen habe, hatte ich die Organisatoren der Veranstaltung kennen gelernt. Hier kamen wir auch auf meine Videos. Ich wurde gefragt, ob ich nicht einen Trailer für die TEDxBerlin machen könnte.

Das ist drauß geworden. Mein erstes Video, welches nicht nur rein aus Zeitraffer-Videos besteht:

Ich finde die Idee hinter TED total genial. Wer mehr wissen will: www.TED.com oder www.TEDxBerlin.de.

3 Monate #timelapseFFM in Zahlen:

  • eine Idee
  • 3 Objektive
  • 63 einzelne Szenen
  • über 200 Stunden neben der Kamera
  • 521 Sekunden Videomaterial
  • 2.100 Gigabyte an Daten (Bild- und Video-Material)
  • über 40.000 Post-Views auf der Facebook-Fanpage
  • über 100.000 Bilder

Leider macht das Material langsam schon schlapp. Verabschiedet haben sich die externe Festplatte, der Autofokus eines Objektivs und eine Speicherkarte.

Mein Zwischenfazit: Mit #timelapseFFM einfach loszulegen war wohl die beste Entscheidung, die ich in den letzten Jahren getroffen habe. Als ich im August losgelegt habe, war es unvorstellbar, dass meine Videos von ein paar hunderttausend Leuten gesehen werden, oder dass ich diverse Vorträge halte. Am meisten freue ich mich aber über die Kontakte, die sich durch das Projekt ergeben haben.

Ein großes Dankeschön auch an all die Leute, die mich unterstützt haben. Ich habe eine extrem lange Liste mit Vorschlägen für neue Locations und versuche sie so langsam abzuarbeiten.

Drückt die Daumen, dass die Kamera noch ein paar hunderttausend Aufnahmen durchhält… ;)